Angebotene Ausbildungsfächer:                          
•    Intensives Körpertraining nach Grotowski
•    Atemtechnik und Stimmbildung nach Grotowski
•    Schauspieletüden zur psychischen und physischen Handlung nach Stanislawski und    Strasberg
•    Szenenarbeit und Freie Improvisation nach Keith Johnstone
•    Sprecherziehung
•    Musikalische Rollengestaltung
•    Tanz                         
•    Akrobatik
•    Rhythmik
•    Bühnenfechten
•    Szenenanalyse
•    Theatergeschichte- und Theorie; Sozialkunde
•    Mikrofon- und Synchronsprechen
•    Schauspielen vor der Kamera

 

A. Lehrfach Schauspiel

1. Etüdenarbeit
Die Etüdenarbeit beinhaltet vorbereitende, schauspielerische Übungen zu den Aspekten:
Was heißt Handlung auf der Bühne?
Wie stelle ich den Zustand des „schöpferischen wenn“ her?
Logik, Produktivität, Zweckmäßigkeit.

2. Szenenstudium
Umgang der Schülerin/des Schülers mit der Literatur; Spiel der Situation; Finden von gestischem Material; Entwicklung der richtigen Anpassung an die Situation und den Spielpartner; Annäherung an Figuren; Aufbau und Handlungslinie eine Szene; Rhythmus einer Szene; Umgang mit den Besonderheiten der jeweiligen Literatursprache; Entwicklung einer klaren schauspielerischen Zielsetzung.

3. Rollenstudium
Die Auswahl und Arbeit der Rollen erfolgt individuell angepasst an den Charakter und die Fähigkeiten der Schülerin/des Schülers. Am Ende des Grundstudiums steht die Erarbeitung einer Wahlrolle, die selbstständig durch die Schülerin/den Schüler erarbeitet wird. Diese Arbeit gibt Auskunft über das gewachsene methodische Verständnis der Schülerin/des Schülers. Es erfolgt eine ausführliche Auswertung dieser Arbeit durch die Dozentinnen/die Dozenten.

4. Abschlussinszenierung/Abschlussdiplomvorsprechen
Am Ende der Ausbildung steht eine Abschlussinszenierung, die repertoiremäßig in einem Theater zur Aufführung gelangen soll. Hier erhält der Studierende die Möglichkeit, seine in der Ausbildung erworbenen Kenntnisse praktisch und besonders auf die Arbeit mit der Rolle bezogen einzusetzen und in Konfrontation mit dem Publikum zu erproben. Neben bei übt sie/er das Ensemblespiel.

B. Körperausbildende Lehrfächer

1. Bewegungsausbildung
Die Bewegungsbildung ist in den Ansätzen von Grotowski orientiert. Das bedeutet: Ziel ist das Finden einer organischen Bewegung, die den gesamten Körper mit einbezieht und vom Körperzentrum ausgeht. Die Schülerin/der Schüler soll aus sich selbst heraus organisch und produktiv handeln, dabei geht der Weg vom Unbewussten zum Bewussten. Schwerpunkt

der Bewegungsausbildung ist die Arbeit mit freier Körperimprovisation, die eine Konventionalisierung der Bewegung vermeidet und zu einem individuellen Ausdruck führt.

2. Tanzbildung
Der schauspielerische Äußerungswille soll durch einen hohen Formanspruch gereizt und diszipliniert werden. Musikalität, Koordination, rhythmisches Gefühl und Körpergedächnis werden geschult. Arbeitsgegenstände sind: historischer Tanz, Gesellschaftstanz, Step, Jazztanz.

3. Bühnenfechten…
Bühnenfechten stellt sich die Aufgabe, Technik des Faustkampfes und des Kampfes mit Blankwaffen zu lehren. Dabei werden die dem Fechten innewohnenden Möglichkeiten der körperlichen und geistigen Partnerbeziehung für die Ausbildung von Schauspielerinnen und Schauspielern nutzbar gemacht und trainiert. Die Schülerin/der Schülerlernt dabei, den Widertand zwischen kämpferischen Impulsen und der Bewegungskontrolle in eine Einheit zu bringen.

4. Akrobatik
Akrobatik trainiert artistische Elemente, d.h. starke formbetonte, stilisierte und artifizielle Gestaltungsmittel. Akrobatische- artistische Fähigkeiten und Fertigkeiten sollen den Schülern als handhabbares Material für eine szenische Gestaltung und Darstellung zur Verfügung stehen.


C. Lehrfach Stimmbildung/Sprecherziehung

1. Stimmbildung
Die Stimmbildung erweitert das Bewusstsein über Resonanzräume und entwickelt die „eigene“ Stimme. Nach einer gründlichen Atemschulung geht es um verschiedene stimmliche Einsatzmöglichkeiten (schreien, lachen, flüstern, weinen, halbflüstern).

2. Sprecherziehung
Die Ausbildung befähigt zum schauspielerischen- und gestischen Umgang mit Autorentexten in Bühnen- und Medienwirksamer Form. Sie erfolgen in Gruppen- und Einzelunterricht. Sie umfassen:
- Atemschulung
- Artikulationsschulung
- Ausdrucksschulung
- gestische Arbeit am Text
- projektbezogene Arbeit
- Körperstimmtraining (Gruppenunterricht)

Die stimmgestische Ausdrucksfähigkeit wird in Abhängigkeit vom Körperausdruck geschult und trainiert. An dramatischen, lyrischen und Prosatexten wird das Umsetzen eines definierten Schriftbildes in ein analoges Klangbild gelehrt, um zum schauspielerischen Sprechen zu gelangen.


D. Lehrfach Gesang

Ziel ist die Entwicklung gestischen Singens im schauspielerischen Kontext. Das Fach beinhaltet:
- musikalische Grundlagenausbildung
- Ausbildung der Singstimme
- den Umgang mit dieser im Sinne gestischen Singens
- rhythmische Gruppenarbeit
- mehrstimmigen Gesang
- Chanson, Bühnenlied

E. Lehrgebiet Theatergeschichte und Theorie

1. Geschichte des Schauspiels und des Dramas von der Antike bis zur Gegenwart.
2. Dramaturgische Analyse von Stücken und Aufführungen, Rollenanalyse.
3. Einführung in die Theater- und Schauspieltheorie.
4. Geschichte des Bühnenbildes und der Theaterarchitektur.
5. Ästhetische Theorie.
6. Darstellung des Beziehungsgeflechts von Kulturen und Gesellschaft, Soziologie des Publikums, Theater und Zensur.
7. Film, Fernsehen, neue Medien

F. Lehrfach Kamera

Anhand einer Projektarbeit wird in die praktische Filmarbeit und die Arbeit mit und vor der Kamera eingeführt. Grundlagen des Filmschauspiels werden erarbeitet.

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