VOR DER AUFNAHMEPRÜFUNG

  –  Brauche ich Vorkenntnisse?

Nein. Aber du kannst dich vorbereiten.

Als TV-Serienfreak kannst du ins Theater gehen. Oder als Theater-Begeisterter Serien und Filme anschauen. Es ist auch bildend, sich denselben Film, die gleiche Aufführung mehrmals anzusehen. Nicht mit dem Interesse: Was kommt da vor? Sondern mit der Fragestellung: Wie spielen die Schauspieler das?

Gute Vorkenntnisse kannst Du auch gewinnen, indem Du ein Theaterstück oder ein Drehbuch liest und dir bei einer oder zwei Szenen ganz genau überlegst oder ausprobierst: Wie würde ich das machen? Dann siehst du dir das Stück oder den Film an und vergleichst.

–  Verspricht das Studium an privaten Schulen Erfolg?

Die meisten Schauspielbegeisterten, die sich an einer privaten Schule bewerben, wurden an einer oder mehreren staatlichen Schulen abgwiesen. Es ist Erfolg versprechend, an einer staatlichen Schule zu studieren. Deswegen können sich diese Schulen ihre Studenten sehr streng auswählen und viele abweisen.

Der Vorteil der privaten Schulen für die Studenten ist, dass die privaten Schulen um ihre Schüler kämpfen, denn sie sind finanziell abhängig von ihnen. Sie stehen im Wettbewerb miteinender und bemühen sich, den Studenten möglichst viel zu bieten und sie beim Einstieg in den Beruf zu unterstützen.

Viele AbsolventInnen der Reduta arbeiten heute erfolgreich am Theater, beim Film oder beim Fernsehen. Einen Überblick dazu bekommst Du hier (link zu Absolventinnen).

 

–  Soll ich Sprechunterricht nehmen, bevor ich die Aufnahmeprüfung mache?

Nein. Sprechunterricht stellt später einen wesentlichen Teil der Ausbildung dar.

–  Kann ich jetzt Aufnahmeprüfung machen und erst später mit der Schule anfangen?

Ja. Allerdings befähigt die bestandene Prüfung nur für den Zeitraum von einem Jahr zur Aufnahme des Studiums.

–  Warum gibt es die Altersbeschränkung?

Für die Altersbeschränkung gibt es zwei wesentliche Gründe: einen entwicklungspsychologischen und einen pragmatischen.

Die untere Altersgrenze (17 Jahre) hat sich als nötig erwiesen, da die sehr jungen Studierende oft in ihren Persönlichkeiten noch nicht so gefestigt sind, dass sie die Anforderungen der Ausbildung aushalten können. Eine Schauspielausbildung hat viel mit ernsthafter Arbeit an der eigenen Person zu tun. Dazu gehört oft das Erlernen einer komplett neuen Sprechweise, eines anderen Körperbewusstseins. Man bekommt viel Kritik zu hören und die Lernfortschritte sind oft langsam und erfordern zähes Üben. Das alles verunsichert. Mit 16 ist man in der Regel noch nicht so lebenserfahren, dass einem das nicht schwer zu schaffen machen würde! Die Folge ist, dass die Jüngeren dann oft krank werden und dem Unterricht fern bleiben. Dadurch stagniert wiederum der Studienfortschritt … Ein Teufelskreis.

Die obere Grenze (27 für Frauen, 29 für Männer) hat vor allem einen pragmatischen Grund. Es ist sehr schwierig, als BerufsanfängerIn mit 30 überhaupt in ein Engagement zu kommen.

Aber auch für die Altersbeschränkung gilt: Wo eine Regel ist, gibt es Ausnahmen. Wer nach Vollendung der genannten Altersgrenze unbedingt SchauspielerIn werden will, kann sich auf jeden Fall bei uns bewerben.

–  Meine Muttersprache ist nicht Deutsch. – Kann ich aufgenommen werden?

Grundsätzlich ja. Entscheidend für die Aufnahme ist das schauspielerische Talent, und das ist nicht an die deutsche Sprache gebunden. Allerdings werden alle Unterrichtseinheiten in deutscher Sprache gehalten. In unserer szenischen wie sprecherzieherischen Ausbildung verwenden wir deutsche Texte. Unser Ziel ist es, die Studierenden so weit zu bringen, dass sie in den professionellen deutschen Markt gehen können.

Wir haben in jedem Ausbildungsjahrgang zwei, drei nicht muttersprachige Studierende. Die Bandbreite ihrer Herkunftsländer reicht von Polen, Italien, und der Türkei über die USA bis nach Brasilien. Manchmal kommen ausländische Studierenden für ein Jahr zum Gaststudium und kehren dann wieder an ihre ursprüngliche Ausbildungsstätte zurück. Für alle hörbar fremdsprachigen Studierenden, oder solche mit Sprachfehler oder deutlichem Akzent (das kann auch ein Dialekt der deutschen Sprache sein) wird ein Spezialunterricht „Phonetik“ angeboten, in dem wir auf die individuellen Problemlagen eingehen.

–  Ich will FilmschauspielerIn werden und nicht ans Theater…

NUR für „Camera-Acting“ bilden wir nicht aus. Der Unterricht in diesem Spezialgebiet scheint uns nur sinnvoll für Studierende, die die handwerklichen Grundlagen des Schauspielens bereits beherrschen. Die entsprechenden Lehrveranstaltungen werden den Studierenden der REDuTA-BERLIN im 5. oder 6. Ausbildungssemester angeboten.

–  Eignet man sich für den Schauspielberuf, obwohl man manchmal auch introvertiert ist?

Ja. Solange die Introvertiertheit Privatangelegenheit bleibt. Auf der Bühne oder vor der Kamera ist Extrovertiertheit unverzichtbar.

–  Welche Einsendefrist gibt es für die Anmeldung?

Wir habe die Bewerbungsunterlagen gerne drei bis vier Wochen vor, spätestens aber zwei Wochen vor der Prüfung

 

–  Wie kann ich herausfinden, ob ich Talent habe?

Der einfachste Weg ist, die Aufnahmeprüfung an einer (oder einigen) Schauspielschulen mitzumachen. Dort sitzen meist mehrere Personen, die die Prüflinge ansehen; jede mit ihren individuellen Kriterien und Erfahrungen. Auf diese gesammelte Kompetenz kann man sich dann schon einigermaßen gut verlassen. Häufig passiert es dennoch, dass man bei der Prüfung durchfällt und niemanden zu fassen kriegt, der einem sagen möchte warum man es nicht geschafft hat, oder was man verbessern kann. In der REDUTA-BERLIN wird mit jedem/jeder einzelnen, der/die antritt, anschließend an die Prüfung ein Gespräch geführt.

VORSPRECHTEXT UND -PROGRAMM

–  Welche Zusammensetzung soll mein Vorsprechprogramm haben?

Zeige ein vielfältiges Programm. Das erreichst du vor allem durch das Spielen verschiedener Personen bzw. unterschiedlicher Situationen. Nicht so entscheidend sind die Texte oder dass deine Szenen aus verschiedenen Epochen stammen.

–  Was soll ich auswählen?

Nimm etwas, das dir nahe liegt, das du gut kennst und kannst. Stelle dir eine einfache Aufgabe und löse Sie gut. Dadurch zeigst du, dass du dich gut selbst einschätzen kannst. Wenn du an einer ehrgeizigen Aufgabe scheiterst, bleibt als Ergebnis, dass du gescheitert bist. Das, was für dich einfach ist, ist möglicherweise für jemand anderen sehr schwierig!!!

–  Darf ich Text umformulieren?

Du kannst ein paar Worte anders sagen oder einige Zeilen Text einer anderen Figur übernehmen. Aber die Kommission achtet vor allem darauf, was jemand mit fremdem Text rüberbringt und nicht mit selbst geschriebenem. Vom Umformulieren in größerem Stil ist also abzuraten. Versuche den Text so zu bewältigen, wie er dasteht oder übersetzt ist. Gib der Figur deine Emotionen und deinen Tonfall, nicht deine Formulierung!

–  Was sind Klassiker?

Diese Frage ist DER Renner unter den häufig gestellten Fragen.

Zu den Klassikern gehören zum Beispiel Sokrates, Aischylos, Euripides, Shakespeare, Corneille, Racine, Molière, Calderon, Lope de Vega, Tirso de Molina, Goldoni, Lessing, Goethe, Schiller, Kleist, Grabbe, Büchner (aber der „Woyzeck“ ist schon wieder ein Grenzfall), Hebbel, Grillparzer.

Wir bitten die BewerberInnen, einen „Klassiker“ zu zeigen, um ihre Glaubwürdigkeit und emotionale Kraft in einem Zusammenhang und mit einer Sprache zu testen, die aus einer anderen Zeit stammen und ihnen daher nicht vertraut sind.

 

–  Wo finde ich gute Vorsprechszenen?

Grundsätzlich: in Theaterstücken… Für angehende SchauspielerInnen lohnt es sich, viel zu lesen. Es gibt auch Anthologien mit Monologen, die man durchstöbern kann, zum Beispiel:

Henneberg, Claus (Hg): Monologe; Neuwied, Berlin, Luchterhand 1963

Drews, Wolfgang, Große Monologe. 1.Auflage Hartfrid Voss Verlag, Ebenhausen, 1964 Wermelskirch,

Wolfgang (Hg): Texte für Vorsprechen und Acting-Training. 110 Solo- und Duo-Szenen des 20. Jahrhunderts Carstensen,

Uwe B., von Lieven, Stefanie: Theater, Theater. Aktuelle Stücke 15 Fischer (Tb.), Frankfurt, 2005 – Broschiert, 583 Seiten (das ist das jüngste aus der Reihe Theater, Theater)

Mader, Paula Bettina: Vorsprechen. Mit modernen Monologtexten; Autorenhaus 1, 2005 – 154 Seiten

–  In einem Dialog: Soll ich beide Personen spielen?

In der Regel nicht. Die zweite Person ist im Raum fiktiv vorhanden, so dass du in ihre Richtung spielst. Auch solltest du auf das, was die andere Person tut oder sagt reagieren. So wird dein eigener Text lebendiger.

–  Ich habe einen selbst geschriebenen Monolog. Darf ich den vorsprechen?

Nein, bitte keine selbst verfassten Stücktexte, Prosa, Gedichte, Balladen, Lieder, Chansons etc. Der Schauspielberuf verlangt es nun einmal, fremde Texte zu spielen.

–  Sind auch Märchen, Filmszenen, Stellen aus Romanen als Vorsprechtexte geeignet?

Am ehesten Filmszenen, weil sie für SchauspielerInnen geschrieben sind.

Märchen sind eher Material zum Erzählen als zum Spielen und enthalten zudem meist nicht viel direkte Rede. Vom Spielen von Märchenfiguren für eine Aufnahmeprüfung ist auch deshalb abzuraten, weil da leicht die Klischee-Falle zuschnappt. Märchenfiguren sind literarisch betrachtet Typen und nicht individuelle Persönlichkeiten.

Stellen aus Romanen – sofern sie in direkter Rede geschrieben sind – können schon eher vorgesprochen werden. Aber auch das ist oft ein heikles Unterfangen. Es gehört zum Roman, dass er breit und ausschweifend erzählt und nicht dramatisch voranschreitet.

VORSPIELEN

–  Was bedeutet „individuelle Herangehensweise an ein Stück“?

Wir wollen sehen, zu welchem Ergebnis du kommst, wenn an deiner Stück- und Szenenwahl und ohne professionelle Einflussnahme aus eigener Fantasie und Kraft arbeitest. Das gibt Hinweise darauf, was dein Talent ist. Wenn du mit einer bereits von anderen Lehrern oder Regisseuren vorgearbeiteten Szene zur Aufnahmeprüfung gehst, beschwindelst du nicht nur die Prüfer, sondern tust dir selbst nichts Gutes. Du stellst zur Prüfung nicht dein Talent, eine Fähigkeit, sondern dein Ergebnis, eine Fertigkeit.

–  Was sind Improvisationsaufgaben?

Beim Improvisieren wird von Dir verlangt, dass du praktisch ohne Vorbereitungszeit etwas zu spielen beginnst. Was dabei herauskommt, ist das Ergebnis Deiner spontanen schauspielerischen Fantasie.

Eine Aufgabe könnte sein: „Du stehst vor einer Tür und kannst nicht rein.“ Daraus entstehen sehr verschiedene Szenen. Eine Bewerberin spielt vielleicht eine Botin, die ein Paket bringen will. Sie kommt nicht ins Haus und geht fröhlich wieder weg, weil sie nicht 5 Stockwerke hochlaufen musste. Ein anderer gibt dagegen einen unglücklich Liebenden, der sich vor dem Haus seiner Angebeteten mit Benzin übergießt und anzündet.

Improvisationsaufgaben mit Deinen Vorsprechtexten können beispielsweise sein: „Spiel die ganze Geschichte so, dass du alles, was du sagst, selbst zum Lachen findest“, „Spiel die gleiche Szene, aber versuche dabei Deinen (vorgestellten) Partner zu verführen“.

–  Darf man bei den Aufnahmeprüfungen zusehen?

Nein, um die Geprüften und die Kommission nicht abzulenken.

–  Muss ich bei der Prüfung Kostüme tragen?

Nicht unbedingt. Aber ein gutes Kostüm oder ein bestimmter Kostümteil (Schuhe, ein Mantel, ein langer Rock, ein Hut) können sehr beim Spielen helfen. Ungünstig sind Kostüme (und auch Frisuren!), bei denen du lange zum Wechseln brauchst.

–  Sind bei der Prüfung Requisiten vorhanden?

Selbst wenn Requisiten vorhanden sind, würden wir raten, die eigenen zu benutzen, mit denen man geübt hat und an die man gewöhnt ist. Also: Kerzenleuchter, Waffen, Geschirr, Geldbeutel, Teddybär, versiegelter Brief usw. bringst du besser selbst mit.

–  Sind bei der Prüfung Möbel vorhanden, oder ist es am besten, auf dem blanken Boden zu spielen?

Tisch, Bank, Bett, Stuhl sind in der Regel vorhanden. Drei Haustüren, die Mittagssonne oder einen Wald musst du dir mit allen Sinnen genau vorstellen und so spielen, als wären sie da.

–  Was mache ich, wenn ich einen Texthänger habe?

Texthänger kommen häufig vor. Gründe sind die Aufregung bei der Prüfung, aber oft auch ungenügende Vorbereitung. Also: den Text wirklich so gut lernen, dass du ihn sofort auch ganz anders (in einer anderen Stimmungslage, schneller, auf dem Kopf stehend, beim Abwaschen…) immer noch locker kannst. Solltest Du dennoch hängen, dichtest Du weiter, wenn Dir etwas einfällt, oder fängst eben noch mal an. Für den Fall, dass Du eine Blockade hast, nimm den Text mit in den Prüfungsraum; dann kannst Du nachsehen.

–  Ich finde es so schwer den Anfang meiner Vorsprechrolle zu spielen.

Das geht nicht nur Dir so. Es hilft, sich vorzustellen, woher man als Figur gerade kommt, was man soeben (oder in letzter Zeit) erlebt hat. Manchmal geht das ganz klar aus dem Stück hervor, manchmal musst du es erfinden.

–  Wenn ich zu einer fiktiven Person spreche, kann ich dann im Profil zur Kommission stehen?

Spiele, so als ob diese Person wirklich da wäre. Manchmal siehst du sie direkt an, manchmal auch nicht. Es ist einfacher für Dich, wenn Deine vorgestellte Person an einer Stelle im Raum bleibt. Sollte sie den Raum verlassen oder den Platz wechseln, spiele entsprechend. Auch solltest Du wirklich hören und spüren, was die andere Person tut oder sagt. So wird Dein eigener Text lebendiger.

–  Nach welchen Kriterien wird man bei der Aufnahmeprüfung beurteilt?

Die Kommission will eine wahrhafte und glaubwürdige Verkörperung sehen. Maßstab ist immer die vorgeschlagene Situation und Figur des Textes. In dieser Reihenfolge.

Frage Dich zur Situation: Was ist das für eine Situation? Habe ich so eine Situation oder eine ähnliche selbst schon erlebt? Wie habe ich mich verhalten, gesprochen? Erinnere Dich und verwende Deine Erinnerung für die Gestaltung der Vorsprechszene. Wenn Du nichts Paralleles in Dir finden kannst, such lieber einen anderen Text.

Der Text schlägt in der Regel auch eine Figur vor. Forsche und beobachte: Kenne ich so jemanden? Was ist das Typische? Fantasiere: Was wäre mit mir, wenn ich selbst dieses Leben gehabt hätte? Sei ehrlich! Spiele die verschiedenen Möglichkeiten, wie eine Figur sein könnte. Eine Prinzessin kann ebenso ein liebreizendes Geschöpf wie ein verwöhntes Biest sein. Übertreib auch mal maßlos, um zu sehen, wohin das führt.

Die Situation erfordert die Arbeit mit Deinen Emotionen. Die Figur kommt als Form, in der sich die Emotion äußert, dazu. Beispielsweise: Ärger äußert man anders, wenn man allein zu Hause ist, als wenn man unter fremden Menschen an der Supermarktkasse steht. Ein ungezogenes Mädchen ärgert sich anders als ein kultivierter Herr. Situation und Figur sollen innig verschmelzen, dann wirken die Texte nicht mehr aufgesagt, sondern sind das Ergebnis eines inneren Vorgangs eines ganz bestimmten Menschen.

SCHULE UND AUSBILDUNGSZEIT

–  Wie viele StudentInnen brechen ihre Ausbildung an der REDUTA-Berlin ab?

Die Abbrecherquote liegt bei 20 – 30%.

Es gibt leider immer wieder talentierte oder talentiert scheinende Leute, die sich dann nicht entwickeln. Das kann daran liegen, dass sich die Aufnahmeprüfungskommission getäuscht hat oder getäuscht wurde, dass dieses Talent per se nicht entwicklungsfähig ist, dass die Lehrer an dieser Schule nicht den Schlüssel zur Person finden oder sich der Student diesen Lehrern nicht anvertraut. Oft liegt es daran, dass Probleme, die nicht unmittelbar zur künstlerischen Begabung gehören wie private Krisen, Faulheit, Geldmangel, Autoritätsprobleme, Drogenprobleme usw. eine Fortsetzung des Studiums nicht sinnvoll erscheinen lassen. In solchen Fällen ist die Situation für alle Beteiligten schwierig und traurig; aber es ist niemandem geholfen, wenn jemand durch die Ausbildung geschleift wird, der zuerst die Kommilitonen behindert und nachher kein Engagement bekommt.

–  Was ist besonders an REDUTA-BERLIN?

Die Schulleiterin. Teresa Nawrot ist inzwischen die letzte und einzige Weggefährtin des polnischen Regisseurs Jerzy Grotowski, die im Theater Laboratorium seine Methoden selbst erfahren und partnerschaftlich mit ihm weiterentwickelt hat. Nirgendwo weltweit gibt es Grotowski authentischer. Teresa Nawrots Unterricht und ihre Methode sind das Besondere und Einzigartige der Reduta.

–  Welchen Abschluss bekomme ich an der REDUTA-BERLIN?

Ein Schauspieldiplom. Wer die Schule vorzeitig oder ohne Diplom verlässt, bekommt eine Bestätigung, in der alle besuchten Kurse verzeichnet sind.

–  Hat die REDUTA-Berlin eine Probezeit?

In einigen Fällen vereinbaren wir mit den neu aufgenommenen Studierenden eine individuelle Probezeit.

–  Was ist, wenn ich von einer anderen Schauspielschule zur REDUTA-Berlin wechseln möchte?

In diesem Fall organisieren wir eine besondere Aufnahmeprüfung. Auf jeden Fall musst Du einem Kollegium, dem auch StudentInnen der REDUTA-Berlin angehören können, Rollen vorspielen. Entsprechend unserer Einschätzung wirst Du dann einem Ausbildungsjahrgang zugeteilt. Es kann sein, dass Du einzelne Lehrveranstaltungen mit anderen Ausbildungssemestern zusätzlich besuchen musst.

–  Kann ich als StudentIn an der REDUTA-Berlin BAföG bekommen?

Ja. Für die zu erwartende Höhe gibt es einen BAföG-Rechner

–  Wie sieht der Stundenplan der REDUTA-Berlin aus?

Der Unterricht verteilt sich über vier bis fünf Werktage pro Woche. In der Regel finden die Lehrveranstaltungen zwischen 9 und 21 Uhr statt. So bleibt noch Zeit fürs Jobben oder selbständige künstlerische Arbeit. Allerdings ändert sich die Verteilung der Stunden innerhalb der vier, manchmal auch fünf, fixen Schultage immer wieder, so dass Du Dir diese weitgehend frei halten solltest.

–  Wie viel Geld kostet die Ausbildung?

Die Schulgebühr beträgt monatlich 380 € und ist vor Monatsbeginn zu bezahlen. Die reguläre Ausbildung dauert 42 Monate.

NACH DER AUSBILDUNG/ALLEGEMINE FRAGEN

–  Wie sehen die Berufschancen für SchauspielerInnen aus?

Einer unserer Lehrer sagt immer: „Drei Dinge braucht man: Begabung, Fleiß und Glück. – Eins darf fehlen.“

Schauspielerei ist – wie jeder künstlerische Beruf – mit einem sehr großen Risiko verbunden, Erfolglosigkeit zu erleiden. Und mit einer kleinen Chance, künstlerisch und auch finanziell Erfolg zu haben. Wenn du wirklich SchauspielerIn werden willst und daran arbeitest, deinen Traum zu verwirklichen, dann wird es dir auch gelingen.